Unsere Erfolge im Abgaskandal

Seit im September 2015 bekannt wurde, dass die Volkswagen AG bei einem Großteil ihrer Dieselfahrzeuge eine unzulässige Abschalteinrichtung implementiert hat, sind viele Dieselfahrer frustriert. Es drohen ihnen nicht nur Fahrverbote, sie sind auch mit einr erhebliche Wertminderung des Fahrzeugs konfrontiert. Dies wollen viele nicht so einfach akzeptieren und machen mit unserer Hilfe ihre Ansprüche vor Gericht geltend.

Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht unserer erfolgreichen Klagen. Da sich die vor Gericht eingeklagten Ansprüche bislang auf die Volkswagen AG fokussiert haben und Verfahren gegen Daimler oder BMW auch im März 2019 noch selten sind, finden Sie an dieser Stelle hauptsächlich die Urteile gegen VW.

Im Folgenden finden Sie eine Auflistung all unserer erfolgreichern Urteile aus dem Jahr 2019. Sollten Sie Interesse an weiteren Urteilen haben besuchen Sie die Webpräsenz unsere Kanzlei.Dort haben wir für Sie alle Urteile aus dem vergangenen Jahr sortiert nach Landgerichten aufgelistet.

März

Landgericht München I
Urteil vom 13.03.2019
Aktenzeichen: 607/18 – 16254
Kurzbeschreibung:

Ein weiteres Urteil in Bezug auf den Diesel-Abgasskandal wurde zur Freude unseres Mandanten am 13.03.2019 gefällt. Die VW AG muss ihm Schadenersatz aufgrund sittenwidriger Schädigung (§ 826 BGB) zahlen.

Das streitgegenständliche Fahrzeug war ein VW Golf V Plus 2.0 TDI, der zum Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung einen Kilometerstand von 82.008km aufwies. Das Fahrzeug ist mit einem Dieselmotor des Typs EA 189 ausgestattet. Dem Kläger wurde seitens des Herstellers bzw. Verkäufers ein Angebot zu einem kostenlosen Software-Update unterbreitet, welches auch an dem streitgegenständlichen Pkw vorgenommen wurde. Nichtsdestotrotz möchte der Kläger sein Fahrzeug nicht behalten und fordert Schadenersatz.

Obwohl die Volkswagen AG eine Abweisung der Klage forderte, entschied das Landgericht München I zum Vorteil des Klägers. Demzufolge wurde VW verurteilt, dem Kläger den Kaufpreis des Pkw’s Zug um Zug gegen Übereignung und Herausgabe des Fahrzeugs zurück zu erstatten.

Zum vollständigen Urteil

_____________________________________________________________________

März

Landgericht Limburg
Urteil vom 22.03.2019
Aktenzeichen: 1 O 305/18
Kurzbeschreibung:

Zum vollständigen Urteil

_____________________________________________________________________

Amtsgericht St. Wendel
Urteile vom 18.03.2019
Aktenzeichen: 15 C 1147/18 und 15 C 1109/18
Kurzbeschreibung: Das Amtsgericht St. Wendel hat in zwei Urteilen vom 18.03.2019 den geschädigten Kunden einen Schadensersatz in Höhe von 20% vom Kaufpreis zugesprochen. Das manipulierte Fahrzeug bleibt im Besitz der Kunden. Das Gericht bestätigt damit die Rechtsansicht der Kanzlei Baum Reiter & Collegen, dass sich der Makel am betroffenen Fahrzeug spürbar negativ auf den erzielbaren Verkaufspreis auswirken wird. Die abgeurteilte Schadensfolge basiert auf der richterlichen Feststellung, dass das Verhalten des Volkswagenkonzerns als sittenwidrig anzusehen ist und somit  gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden verstößt. Nach Ansicht des Gerichts habe der Volkswagenkonzern die Motorsteuerungssoftware gezielt so programmiert, dass der Eindruck entstanden sei, das Fahrzeug würde geringere Stickstoffemissionen ausstoßen als es tatsächlich der Fall ist. Dies sei als verwerflich anzusehen.

Zum vollständigen Urteil (1)

Zum vollständigem Urteil (2)

_____________________________________________________________________

Landgericht Arnsberg
Urteil vom 13.03.2019
Aktenzeichen: I-2 O 573/18
Kurzbeschreibung: Das Landgericht Arnsbergs hat in seinem Urteil vom 15.03.2019 einer geschädigten VW Besitzerin einen Schadensersatz in Höhe von 20% vom Kaufpreis zugesprochen und folgt damit dem Vortrag der Kanzlei Baum Reiter & Collegen. Der manipulierte VW-Passat bleibt im Besitz der Klägerin. Das Gericht legt seiner Entscheidung zugrunde, dass das Wissen vom Einbau der streitgegenständlichen Manipulationssoftware dem seinerzeitigen Vorstand zuzurechnen war. Nach Ansicht des Gerichts basiert der zugesprochene Minderwert auf der Annahme, dass der im Fahrzeug eingebaute manipulierte Motor mangelbehaftet und damit wertlos ist.

Zum vollständigen Urteil

_____________________________________________________________________

Landgericht München I
Urteil vom 13.03.2019
Aktenzeichen: 40 O 12793/18
Kurzbeschreibung:

Zum vollständigen Urteil

_____________________________________________________________________

Landgericht Saarbrücken
Urteil vom 01.03.2019
Aktenzeichen: 12 O 272/18
Kurzbeschreibung: Das streitgegenständliche Fahrzeug war ein VW Golf Cabriolet 2.0 TDI mit einer Laufleistung von 53.188 km. Als Hersteller des verbauten Motors vom Typ EA189 wurde VW vom Gericht zu Schadensersatz zuzüglich Zinszahlungen verurteilt.

Zum vollständigen Urteil

_____________________________________________________________________

Januar

Landgericht Osnabrück
Urteil vom 31.01.2019
Aktenzeichen: 1 O 2212/18
Kurzbeschreibung: Bei dem streitgegenständlichen Fahrzeug handelte es sich um einen VW Passat B7 2.0 TDI Variant 4-Motion, mit einer Laufleistung von insgesamt 61.284 km. Aufgrund der manipulierten Motorsteuerungssoftware verurteilte das Gericht die Volkswagen AG zu Schadensersatz zuzüglich Zinsen und Deliktszinsen.

Februar

Landgericht Düsseldorf
Urteil vom 25.02.2019
Aktenzeichen: 21 O 176/18
Kurzbeschreibung: Es handelte sich bei dem streitgegenständlichen Fahrzeug um einen VW Touran 2.0 TDI, der den vom Abgasskandal betroffenen Motor vom Typ EA 189 verbaut hat. Zum Zeitpunkt der mündlichen Verhandlungen wies das Fahrzeug einen Kilometerstand von 149.177 km auf. Aufgrund von vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung verurteilt VW zu Schadensersatz zzgl. Zinsen und Deliktszinsen, Zug-um-Zug gegen Herausgabe des Fahrzeugs.

Zum gesamten Urteil

_____________________________________________________________________

Landgericht Wuppertal
Urteil vom 19.02.2019
Aktenzeichen: 2 O 277/18
Kurzbeschreibung: Es handelte sich bei dem streitgegenständlichen Fahrzeug um einen Audi A4 2.0 TDI Avant, mit einem von der Volkswagen AG hergestellten Motor vom Typ EA 189. Wie aus Presseberichten und Rückrufen des Kraftfahrtbundesamtes mittlerweile klar ersichtlich ist, wurde bei der Motorsteuerungssoftware des EA189 manipuliert. Daher beantragte der Kläger Schadensersatz für sein Fahrzeug mit einer Laufleistung von insgesamt 56.295 km. Das Gericht sah VW in der Verantwortung und verurteilte den Konzern zu Schadensersatz zuzüglich Zinsen.

Zum vollständigen Urteil

_____________________________________________________________________

Landgericht Dortmund
Urteil vom 19.02.2019
Aktenzeichen: 2O 121/18
Kurzbeschreibung: Bei dem streitgegenständlichen Fahrzeug handelte es sich um einen gebrauchten VW Tiguan 2.0 TDI, mit einer bisherigen Laufleistung von 9.327 km. Das Gericht stellte unmissverständlich klar, dass die im Fahrzeug implementierte Schummelsoftware nach den Vorgaben des Unionsrechts eindeutig als unzulässig einzustufen ist. Daher wurde VW zu Schadensersatz zuzüglich Deliktszinsen verurteilt.

Zum kompletten Urteil

_____________________________________________________________________

_____________________________________________________________________

Landgericht Flensburg
Urteil vom 01.02.2019
Aktenzeichen: 4 O 214/18
Kurzbeschreibung: Das streitgegenständliche Fahrzeug war ein VW Tiguan 2.0 TDI 4-Motion, dessen Motor vom Abgasskandal betroffen war. Die Laufleistung des Fahrzeugs betrug zuletzt insgesamt 79.108 km. Es wurde seitens des Gerichts festgestellt, dass sich VW im Annahmeverzug befindet und der Konzern dem Kläger Schadensersatz sowie Zinsen zahlen muss. Zusätzlich trägt VW die Kosten des Rechtsstreits.

Zum vollständigen Urteil

_____________________________________________________________________

Landgericht Ellwangen
Urteil vom 01.02.2019
Aktenzeichen: 2 O 219/18
Kurzbeschreibung: Das streitgegenständliche Fahrzeug war ein VW Passat B7 2.0 TDI, der einen Motor vom Typ EA189 implementiert hatte. Die Laufleistung des Fahrzeugs betrug am Tag der mündlichen Verhandlung insgesamt 73.035 km. Das Gericht verurteilte VW zu Schadensersatz zuzüglich Zinsen Zug-um-Zug gegen Herausgabe und Übereignung des Fahrzeugs.

_____________________________________________________________________

Landgericht Flensburg
Urteil vom 01.02.2019
Aktenzeichen: 4 O 181/18
Kurzbeschreibung: Es handelt sich bei dem streitgegenständlichen Fahrzeug um einen Audi Avant, der mit einem von VW hergestellten Motor ausgestattet war. Zum Zeitpunkt der letzten Verhandlung betrug der Kilometerstand des Fahrzeugs 105.315 km. VW machte zwar deutlich, dass der Audi Avant des Klägers keinen Mangel vorweisen könne und somit keine Täuschung erfolgt sei. Dennoch urteilte das Landgericht Flensburg zu Gunsten des Klägers und sprach Ihm aufgrund vorsätzlich sittenwidriger Schädigung seitens VW Schadensersatz in Höhe von 10% des Kaufpreises zu. 

Zum vollständigen Urteil

_____________________________________________________________________

Landgericht Bonn
Urteil vom 26.02.2019
Aktenzeichen: 18 O 79/18
Kurzbeschreibung: In dem Rechtsstreit ging es um einen VW Tiguan 2.0 TDI 4-Motion, der bereits 33.000 km gelaufen ist. Aufgrund des vom Abgasskandal betroffenen Motors, urteilte das Gericht, dass VW dem Kläger Schadensersatz zahlen muss.

Zum vollständigen Urteil